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Dienstag, 07. Juni 2011

Fachtag für Vermittler und Projektleiter des Regionalpaktes "Silverstars"

Der Regionalpakt "Silverstars" veranstaltete am 19.05.2011 einen Fachtag für Vermittler und Projektleiter zum Thema Gesundheitsförderung.

Blick ins Plenum

Dr. med. Christine Rummel-Kluge

Workshop Projektleiter

Am 19.05.2011 kamen in Pforzheim rund 100 Arbeitsvermittler und Projektleiter des Regionalpaktes zusammen, um sich zum Thema Gesundheitsförderung für ältere Langzeitarbeitslose auszutauschen und Strategien für die Zukunft zu entwickeln, mit welchen gesundheitliche Risiken vermindert und dadurch die Beschäftigungschancen für Teilnehmer des Projektes verbessert werden können.
      
Den fachlichen Input und somit die Grundlage für eine Strategieplanung gaben im Laufe des Vormittags vier Referenten mit unterschiedlichen Ansätzen und Schwerpunkten zur Gesundheitsförderung.

So referierte Prof. Dr. Günter Schmolz vom Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg zunächst über den Zusammenhang von Arbeitslosigkeit und Gesundheit und stellte die Gesundheitsstrategie und mögliche Gesundheitsziele des Landes Baden-Württemberg vor.

Hierauf baute der anknüpfende Vortrag von Prof. Dr. Stefan Immerfall von der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd auf. Es wurde nicht nur die These  "Arbeitslosigkeit macht krank und Krankheit macht arbeitslos" erläutert, sondern auch die Auswirkung auf soziale Netzwerke dargestellt. Soziale Netzwerke sind mit Arbeitslosigkeit meist überfordert oder gehen aufgrund von Arbeitslosigkeit verloren und sind daher im Umkehrschluss auch ein wichtiger Anknüpfungspunkt bei der Vermittlungstätigkeit.

Bewegung ins Plenum brachte Christian Hohmann von der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe sowohl durch seinen Vortrag zur Evaluation eines Bewegungsangebotes im Rahmen einer Maßnahme als auch durch eine kleine Kostprobe einzelner Inhalte eines Bewegungsangebots – in Form einer Bewegungspause. Diese beinhaltete eine Kombination aus Sehen, Zählen und festgelegten Bewegungsaktivitäten.         

Aufschluss über das Erkennen und Behandeln von Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen konnte Dr. med. Christine Rummel-Kluge von der Stiftung Deutsche Depressionshilfe mit ihrem Vortrag geben. Aufgrund der Häufigkeit von Depressionserkrankungen in Deutschland und dem großen Anteil an Erkrankungen bei Arbeitslosigkeit (38,5 % der von Arbeitslosigkeit Betroffenen sind an Depression erkrankt, jedoch nur die Hälfte der Betroffenen ist deswegen in Behandlung) sah der Pakt „Silverstars“ hier besonderen Handlungsbedarf. Daher wurden die Themen Beratung von depressiven Menschen und Ansätze zum Umgang mit psychischen Erkrankungen in der Vermittlungspraxis am Nachmittag in Foren vertieft betrachtet und Handlungsstrategien erarbeitet.

Am Nachmittag stand der Fachaustausch im Mittelpunkt. So fand für die Projektleiter ein Workshop zum Thema „Netzwerke“ statt, in welchem man sich in Kleingruppen mit dem Aufbau von Netzwerken zur Gesundheitsförderung befasste. 
    
Die Arbeitsvermittler tauschten sich in Offenen Foren über bestehende und geplante Gesundheitsmaßnahmen, z.B. zum Thema Ernährung oder Bewegung aus.  

So wurden neue Ideen für die Umsetzung des Projektes „Perspektive 50plus“ im Pakt entwickelt und gesundheitliche Einschränkungen werden zunehmend in den Fokus gerückt.